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17.08.2019 / pjg: Regionalliga West
VfB Homberg - Wuppertaler SV 1:3 (0:1)
Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler des VfB Homberg heute nach dem Abpfiff vom Feld: Das erste Regionalliga-Heimspiel im PCC-Stadion überhaupt ging gegen den Wuppertaler SV mit 1:3 verloren, die Gastgeber bleiben im Tabellenkeller. Die Niedergeschlagenheit war nachvollziehbar, denn die Gelb-Schwarzen schlugen sich durch "dumme Aussetzer" letztendlich selbst. Doch es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Viel von dem, was man heute gesehen hat, war vielversprechend - und Fehler kann man bekanntlich abstellen.

Vor einer ordentlichen Kulisse bestand das umgebaute PCC-Stadion seine Feuertaufe bei einem sogenannten "Risiko-Spiel". Die Security arbeitete einwandfrei, die Besucherinnen und Besucher aus dem bergischen Land machten es den Hombergern aber auch leicht: Es gab tollen Support und keine Mißtöne durch Pyrotechnik, Bengalos oder sonstige Auffälligkeiten - die Wuppertaler können gerne wiederkommen. Und auch bemerkenswert: Die Wuppertaler Fans waren laut(er), die Homberger Fans zahlenmäßig stärker vertreten. Übrigens war "der Fischwagen" vor Ort - und das soll für jedes Regionalliga-Heimspiel gelten.

Trainer Stefan Janßen mußte den angeschlagenen Robin Urban ersetzen, für den Durim Berisha in die Innenverteidigung rückte. Den dadurch frei gewordenen Bankplatz - neben Robin Offhaus, Ferdi Acar, Cagatay Kader, Thorsten Kogel, Colin Schmitt und Can Serdar - nahm Julien Rybacki ein, der unter der Woche bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis gesammelt hatte. Die erste Halbzeit war insgesamt ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten, doch nur Lukas Knechtel, der zwei Minuten zuvor völlig freistehend vergeben hatte, traf von der linken Seite nahezu unbedrängt halbhoch in die rechte Torecke zum 0:1 - VfB-Keeper Philipp Gutkowski war dabei chancenlos und anschließend hörbar frustriert.

Nach dem Wiederanpfiff übernahmen die Gastgeber das Kommando, Marvin Lorch scheiterte an WSV-Keeper Edin Pepic, der ansonsten ausschließlich mit permanenten Spielverzögerungen und Zeitschindereien "glänzte". Vier Minuten später mußte der "Sportsmann" dann - statt seiner vor allem vor Abstößen immer wieder hervorgekramten Trinkflasche - den Ball aus dem Tor holen: Durim Berisha traf nach Flanke von Markus Wolf per Kopf zum umjubelten 1:1. Danach versuchten die Gelb-Schwarzen alles, um den zweiten Saisonsieg einzutüten, doch das Runde wollte nicht ins Eckige. Chancen gab es genug, Koray Kacinoglu beispielsweise traf die Latte, der bärenstarke Ahmad Jafari setzte die Kollegen vielversprechend ein und scheiterte mit Schüssen. Justin Walker lief nach Anspiel von Dennis Wibbe frei auf das WSV-Tor zu uns schoß vorbei, Marvin Lorch vergab aus zentraler Position knapp, ein Nachschuß von Danny Rankl flog neben den Kasten. Das 2:1 lag in der Luft, die Aktionen des WSV machte die Defensive um Mike Koenders und Durim Berisha lange zunichte. Bis in der drittletzten Minute eine "kollektive Fehlerkette" - überflüssiger Ballverlust in der Offensive, drei mißlungene Klärungsaktionen in der Rückwärtsbewegung - den Gästen das 1:2 schenkte. Daß dann noch - ähnlich vermeidbar - das 1:3 fiel, war kaum zu verstehen.

Weiter geht es für die Gelb-Schwarzen am kommenden Samstag bei den Schwarz-Gelben von Alemannia Aachen.

VfB Homberg: Gutkowski - Kacinoglu (78. Kogel), Berisha, Koenders, Wolf - Lorch, Jafari, Nowitzki, Walker (73. Acar) - Wibbe (83. Serdar), Rankl (73.) Kader

Tore: 0:1 (26.) Knechtel, 1:1 (55.) Berisha, 1:2 (88.) Marzullo, 1:3 (89.) Marzullo

Schiedsrichter: Andreas Steffens (Euskirchen)

Zuschauer: 1000


       
       
       
       
       
       
       
       
       
       

Fotos: pjg
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